| · Schemabewältigung |
|
Spürbar oder sichtbar wird ein hinderliches Schema für oder an einer Person nur dann, wenn ein schemaauslösendes Ereignis auftritt und die Person auch tatsächlich in der Situation verharrt. Dieses wird als Schemaerdulden bezeichnet und stellt die Bestätigung oder sogar die Verstärkung des Schemas dar. Die Schemavermeidung verbirgt das Schema zumindestens vor anderen Personen, eventuell bleibt bei der Schemavermeidung sogar der Person selbst die anhaltende Existenz und prinzipielle Auslösbarkeit des Schemas verborgen. Schemakompensation verhindert ebenfalls, dass das Schema erkennbar wird. Ist die Person schutzlos, zeigt sie sich z.B. stark, ist sie bedürftig, stellt sie sich als versorgt dar, ist sie misstrauisch, erscheint sie gutgläubig, ist sie selbstbezogen, zeigt sie sich wohltätig. Der Erfolg des Verbergens wird mit übermässiger Anstrengung erkauft. Die drei Formen der Schemabewältigung Erdulden, Vermeiden und Kompensation können die Erhaltung und eventuell die Verstärkung eines Schemas über die gesamte Lebensspanne bedingen. Das Abschwächen und das Unterlassen der Schemabewältigung sowie die angemessene Befriedigung deprivierter Kernbedürfnisse sind Voraussetzungen für die Befreiung von schemabedingten Einschränkungen und damit der Schemaheilung. © Berbalk 2006 |
| < zurück | weiter > |
|---|
